„Von den Spielertypen bis zum Besetzen der torgefährlichen Räume zeigt es auf, wobei es beim Spiel mit der Raute ankommt.“

Harald Dierkes

AnpfiffIn der bisherigen Fußballfachliteratur wurde das Thema „Raute“ bislang nicht ansatzweise dargestellt. Dabei nimmt die Raute aus Sicht der Fußballtrainer eine besondere Stellung ein, ist sie doch aus dem 4 – 4 – 2 mit der sog. „flachen Vier“ im Mittelfeld abgeleitet um eine offensivere Variante im modernen Fußball spielen zu können. Spieler wie Micoud (2002 – 2006) und Diego (2006 – 2009) profitieren von dem Spiel mit der Raute, da die Laufwege für die Balleroberung nicht zu weit in die eigene Hälfte zurück führen. Auch haben die Außenverteidiger mehr Platz auf den Außenbahnen und können die äußeren Rautespieler im Spielaufbau durch das Überlaufen immer wieder unterstützen.

Um dennoch auch in der defensiven Phase des Spiels kompakt das eigene Tor verteidigen zu können, kommt den Zuordnungen der Spieler zum Gegenspieler, dem ballorientierten Verhalten, dem Verschieben und dem Doppeln der Gegenspieler in bestimmten Spielfeldzonen eine besondere Bedeutung zu. Harald Dierkes hat diese Themen aufgegriffen und schließt somit eine wichtige Lücke im Bereich Fußball-Taktik und  -Analytik.

Der Leser wird schon auf den ersten Seiten angesprochen und Harald Dierkes versteht es, die  Neugier zu diesem Thema zu wecken. Das Buch schafft eine Synthese der Thematik in einer leicht verständlichen und gut strukturierten Form, so dass Trainer als auch Spieler in der Lage sind, die taktischen Gegebenheiten des Spiels mit der Raute problemlos umzusetzen. Der Text erhält durch die Visualisierungen (Zeichnungen und Skizzen) zusätzliche wichtige Unterstreichungen.

Die Gliederungspunkte lassen den Leser (Trainer) das Buch schnell verstehen und binden ihn durch eine sehr interessante und exakte Informationsstaffelung. Es ist klar strukturiert und logisch aufgebaut. Der Text ist wertend und der Schreibstil direkt. Alle wichtigen Informationen sind gut dargestellt und in eine gelungene Gedankenfolge gebracht.

Thomas Schaaf